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Madeira Rundreise für Selbstfahrer – in 10 Tagen über die Blumeninsel

„Blumeninsel“, „Insel des ewigen Frühlings“, „schwimmender Garten des Atlantiks“ – die Beinamen von Madeira sprechen für sich. Seit Generationen zieht die portugiesische Insel Besucher mit ihren, von Wanderwegen durchzogenen grünen Landschaften, einer atemberaubenden Küste und ihren malerischen Städtchen in den Bann. Die größtmögliche Freiheit bei einer Erkundung haben Sie, wenn Sie Madeira mit dem Auto auf eigene Faust kennenlernen. Im Folgenden haben wir Ihnen einen abwechslungsreichen Routenvorschlag für Ihre Madeira-Rundreise zusammengestellt.

  • Mietwagen-Station: Ihren Mietwagen können Sie direkt in Funchal (sowohl am Flughafen als auch im Stadtbüro) in Empfang nehmen.
  • Verkehrsregeln: Die Verkehrsregeln auf Madeira entsprechen in den wesentlichen Punkten den deutschen. Innerhalb von geschlossenen Ortschaften liegt das Tempolimit bei 50 km/h. Auf den Land- und Provinzstraßen sind maximal 90 km/h erlaubt. Auf der Via Rápida (einzige Autobahn der Insel) beträgt das Tempolimit 100 km/h.
  • Insel: Madeira zeichnet sich durch ihre vielseitige, das gesamte Jahr über grüne Landschaft aus – und ist perfekt für eine Rundreise geeignet. Zumal die einzelnen Etappen dank der überschaubaren Dimensionen der Insel nicht besonders lang ausfallen.
  • Sehenswürdigkeiten: Madeira punktet mit zahlreichen Highlights, die Sie im Rahmen Ihrer Rundreise ansteuern können. In unserem Magazin haben wir weitere Madeira-Sehenswürdigkeiten als Inspiration für Sie zusammengestellt.
  • Reisezeit: Als beste Reisezeit für einen Besuch der Blumeninsel gelten die Monate April bis Oktober.

Tag 1-2: Funchal

Ihre Madeira-Rundreise beginnt in der Hauptstadt der portugiesischen Insel. Die größte Stadt Madeiras hat viel zu bieten, sodass Sie mindestens zwei Tage für deren Erkundung einplanen sollten. Bei Spaziergängen zieht Sie Funchal mit seinen farbenfrohen Parks und Gärten, unzähligen sehr guten Restaurants und einer bezaubernden Altstadt in den Bann, die sich zur Adventszeit in ein wahres Lichtermeer verwandelt. Zu den absoluten Must-see gehören die Altstadt (insb. die Rue Santa Maria mit ihren kunstvoll bemalten Türen), der Mercado dos Lavradores (Markthalle und Bauernmarkt), der Botanische Garten sowie der verwunschen wirkende Tropische Garten Monte Palace (Jardim Tropical Monte Palace). Alle Fußballfans kommen zudem nicht an einem Besuch des CR7 Museums vorbei, das sich der Karriere des in Funchal geborenen Fußball-Superstar Christiano Ronaldo, widmet.

Gut zu wissen: Korbschlitten haben in Funchal eine lange Tradition – und waren noch im 19. Jahrhundert die einzige Möglichkeit, schnell den Berg hinunterzukommen. Heute sind die Korbschlitten vor allem eine Touristenattraktion. Sie können neben der Bergstation in Monte genutzt werden.

----Short-Facts Funchal----

Must-see: Altstadt, Mercado dos Lavradores, Botanischer Garten, Tropischer Garten Monte Palace, CR7 Museum
Panorama-Tipp: Fahren Sie mit der Seilbahn hoch zum Tropischen Garten Monte Palace. Unterwegs erwarten Sie atemberaubende Panoramen auf Funchal.
Wissenswertes: In Funchal legen regelmäßig Kreuzfahrtschiffe an. Gerade rund um die Top-Sehenswürdigkeiten wird es in dieser Zeit plötzlich sehr voll. Auch die Schlange zur Seilbahn ist dann erfahrungsgemäß lang. Nach Möglichkeit stimmen Sie den Besuch der Top-Highlights der Stadt daher auf die Anlegezeiten der Kreuzfahrtschiffe ab.
Hotel-Tipp: Hotel Madeira Panoramico – sehr schönes Hotel am Berghang mit tollem Blick über die Bucht von Funchal.

Tag 3: Funchal – Câmara de Lobos

Ihr erster Roadtrip führt Sie – vorbei an kleinen Bananenplantagen, die bis an die Straße heranreichen – in den Fischerort Câmara de Lobos. Nehmen Sie sich Zeit, erkunden Sie den Hafen der Stadt und gehen Sie in einem der vielen angrenzenden Restaurants etwas essen. Im Anschluss geht es weiter zum Cabo Girão – dem mit 580 Metern höchsten Kap Europas. Auf der gläsernen Aussichtsplattform erwartet Sie ein ebenso schwindelerregendes wie im besten Sinne überwältigendes Panorama. Den Nachmittag können Sie mit einem Abstecher in eine der umliegenden Weinkellereien ausklingen lassen. Immerhin wird in der Region rund um Câmara de Lobos der weltberühmte Madeira-Wein hergestellt. Empfehlenswert ist etwa die Weinkellerei Vinhos Barbeito, wo sowohl Touren als auch Weintastings angeboten werden.

----Short-Facts Câmara de Lobos----

Must-see: Hafen, Cabo Girão
Hotel-Tipp: Quinta Da Saraiva – charmantes kleines, mit viel Liebe zum Detail eingerichtetes Hotel in Câmara de Lobos

Tag 4: Câmara de Lobos – Calheta

An Tag 4 Ihrer Madeira-Rundreise fahren Sie weiter die Südküste entlang in Richtung Westen, bis Sie die kleine Gemeinde Calheta erreichen. Neben einem Besuch des Museums für zeitgenössische Kunst (MUDAS – Museu de Arte Contemporânea da Madeira) lohnt sich insbesondere ein Abstecher zum Praia da Calheta. Der von einer Fels- und Betonbarriere geschützte Strand ist einer der wenigen gelben Sandstrände von Madeira – und bietet die perfekte Gelegenheit, den Madeira-Roadtrip um einen Strand-Tag zu bereichern. Alternativ können Sie am Hafen auch eine Whale-Watching-Tour buchen.

----Short-Facts Calheta----

Must-see: Praia da Calheta, MUDAS – Museu de Arte Contemporânea da Madeira
Wissenswertes: Der Praia da Calheta ist der erste künstliche Sandstrand Madeiras. So wurde der goldgelbe Sand eigens aus Marokko importiert.
Hotel-Tipp: Calheta Beach – schönes Hotel direkt am Sandstrand von Calheta

Tag 5: Calheta – Paul da Serra

Dichte Wälder, schmale Pfade über grüne, von farbenfrohen Blühpflanzen geschmückte Berghänge und atemberaubende Panoramablicke auf die schroffe Steilküste: Madeira gilt zurecht als Paradies für Wanderer. Besonders beliebt: Wanderungen entlang der sogenannten Levadas – schmale Bewässerungskanäle, die die gesamte Insel überziehen.

Zeit, dass Sie sich selbst ein Bild von Madeira als Wanderdestination machen. Ihre heutige Etappe führt Sie zum zentralen Hochplateau Paul da Serra, wo sich gleich mehrere empfehlenswerte Wanderrouten befinden. Sehr schön ist etwa der rund 9 Kilometer (Hin- und Rückweg) lange Rundweg Levada das 25 Fontes, der Sie durch die üppige Natur Madeiras geleitet. Gerne können Sie eine Wanderung auf dem Pfad Levada do Risco anschließen, der Sie durch eine grüne Landschaft geradewegs zu einem beeindruckenden Wasserfall führt. Beide Wanderungen sind in insgesamt 5 bis 6 Stunden gut zu bewältigen. Gut zu wissen: Ihre Wanderungen können Sie direkt von einem Wanderparkplatz aus starten.

----Short-Facts Paul da Serra----

Wander-Tipp: Levada das 25 Fontes, Levada do Risco
Restaurant-Tipp: Nach Ihrer Wanderung können Sie sich im Restaurant „Jungle Rain“ (ER110 15, 9370-139 Estreito da Calheta, Portugal) stärken, dessen quietschbunte Einrichtung ein echter Hingucker ist.
Hotel-Tipp: Pico da Urze – abgelegenes Hotel mitten auf der Hochebene, direkt neben dem Restaurant „Jungle Rain“

Tag 6-7: Paul da Serra – Porto Moniz – Seixal – São Vicente (Grotten)

Nach dem Besuch des zentralen Hochplateaus fahren Sie zurück an die Küste und entdecken den Nordwesten Madeiras. Erster Halt ist Porto-Moniz, das für seine faszinierenden, aus Vulkangesteinen geformten Meeresbecken berühmt ist. In den natürlichen Badepools erwartet Sie ein Schwimmerlebnis der ganz besonderen Art. Im Anschluss folgen Sie der Küstenstraße, legen einen Foto-Stopp bei der Aussichtplattform Miradouro da Eira da Achada ein und fahren weiter in den wunderschönen Ort Seixal, wo Sie die Nacht verbringen und den Nachmittag am schwarzen Sandstrand der Gemeinde ausklingen lassen können. Am nächsten Tag geht es weiter zur Kleinstadt São Vicente, um das sich ein ausgedehnter Lorbeerwald erstreckt. Besonderes Highlight: Die Grotten von São Vicente. Auf einer geführten Tour durch die rund 890.000 Jahre alten Lavagrotten spüren Sie dem vulkanischen Ursprung Madeiras nach. Hinweis: Aktuell (Stand: August 2025) sind die Grotten noch wegen Umbauarbeiten geschlossen.

----Short-Facts Nordwestküste----

Must-see: Natürliche Pools von Porto Moniz, Aussichtplattform Miradouro da Eira da Achada, Praia do Porto do Seixal (schwarzer Strand), Grotten von São Vicente
Hotel-Tipp: Casa das Videiras – nettes kleines B&B in Seixal in Strandnähe

Tag 8: São Vicente – Santana

Ihr nächster Roadtrip führt Sie in die von der UNESCO als „Biosphärenreservat“ ausgezeichnete Gemeinde Santana, die für ihre reetgedeckten, traditionellen Steinhäuschen mit Giebeldächern bekannt ist. Die dreieckigen Häuschen aus Naturstein geben eines der schönsten Fotomotive der Insel ab. Die Ausstellungen vor Ort informieren Sie über Kultur und Bräuche der Region.

----Short-Facts Santana----

Must-see: Madeira Häuser
Hotel-Tipp: Quinta do Furao – auf einer Kippe gelegenes Hotel mit spektakulärer Aussicht

Tag 9: Santana – Ponta de São Lourenço

Auf der vorletzten Etappe Ihrer Madeira-Rundreise mit dem Auto geht es zum östlichsten Teil Madeiras: zur Landzunge Ponta de São Lourenço. Über die Ostspitze der Halbinsel führt Sie der Wanderweg Vereda da Ponta de São Lourenço an der (für Madeira ungewöhnlich kargen, wildromantischen) Steilküste entlang. Nach der sportlichen Halbtageswanderung ist eine Abkühlung am schwarzen feinen Sandstrand Prainha do Caniçal genau das Richtige.

----Short-Facts Ponta de São Lourenço----

Wander-Tipp: Vereda da Ponta de São Lourenço
Strand-Tipp: Prainha do Caniçal
Hotel-Tipp: Casas do Baleeiro – charmante Unterkunft in Caniçal mit schönen kleinen Wohnungen

Tag 10: Ponta de São Lourenço – Funchal

Der ER101 folgend fahren Sie an der Küste entlang zurück nach Funchal. Genießen Sie Ihren letzten Roadtrip entlang der üppig grünen Küstenlandschaft Madeiras und lassen Sie den Abend nach der Rückgabe Ihres Mietwagens in einem der vielen exzellenten Restaurants oder Bars der Hauptstadt ausklingen.

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