Tanken in Frankreich: Infos, Möglichkeiten & Spar-Tipps
Wer in Frankreich mit dem Auto unterwegs ist, kommt um das Tanken oder Laden nicht herum. Die gute Nachricht: Beides ist vergleichsweise unkompliziert und funktioniert ähnlich wie hierzulande. Einige Unterschiede und Fallstricke gibt es beim Tanken im Nachbarland dann aber doch. Wir zeigen Ihnen, was Sie wissen müssen – und geben Ihnen drei Spartipps an die Hand.
3 wichtige Infos zum Tanken und Laden in Frankreich
Sie planen Ihren ersten Roadtrip durch Frankreich? Dann setzen Sie sich besser frühzeitig mit dem Thema Tanken bzw. E-Auto laden auseinander. Zum Start sollten Sie Folgendes wissen:
- Die Infrastruktur ist gut ausgebaut. Tankstellen finden sich überall im Land – insbesondere entlang der Autobahn. Und auch die Ladeinfrastruktur wird sukzessive verbessert. Insbesondere im Norden und Süden, rund um die großen Städte und entlang der Hauptverkehrswege ist die Dichte an Ladesäulen schon heute zufriedenstellend. In der Mitte des Landes ist das Lade-Netz dagegen dünner ausgebaut. Hier ist eine entsprechende Planung erforderlich.
- Kartenzahlung kann schwierig werden. Zwar können Sie beim Tanken prinzipiell sowohl in bar (nicht an Selbstbedienungsautomaten) als auch mit deutschen Kredit- und Bankkarte bezahlen. In der Praxis kann es bei der Kartenzahlung aber vereinzelt zu Problemen kommen. Etwa, weil in Deutschland übliche Authentifizierungsverfahren nicht unterstützt werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, hat beim Tanken daher alles griffbereit: Bargeld, Bankkarte und Kreditkarte.
- Im Reservekanister sind nur 10 Liter erlaubt. Damit sind die zulässigen Grenzen deutlicher niedriger als in Deutschland. Den Wert sollten Sie beim Füllen des Reservekanisters unbedingt beachten. Schon aus Gründen der Sicherheit. So empfiehlt der ADAC beispielsweise auch in Deutschland nicht mehr als 10 Liter Kraftstoff im Reservekanister mitzuführen.
Tanken in Frankreich: Preise einsehen
Im europaweiten Vergleich sind Benzin und Diesel in Frankreich nicht gerade günstig. Oft sind die Preise in etwa mit denen in Deutschland vergleichbar. Gut zu wissen: Die Europäische Kommission veröffentlicht wöchentlich Tagesdurchschnittspreise des letzten Montags. Mit welchen Preisen Sie beim Tanken in Frankreich rechnen müssen, können Sie auch beim Statistischen Bundesamt einsehen.
E-Auto in Frankreich laden: Das müssen Sie wissen
In ganz Frankreich befinden sich mittlerweile mehr als 10.000 Ladesäulen und über 40.000 Ladepunkte – Tendenz steigend. Einem Roadtrip mit dem Elektroauto steht damit prinzipiell nichts im Weg. Gerade bei Fahrten in der Mitte des Landes, wo die Ladeinfrastruktur noch stark verbesserungswürdig ist, empfiehlt sich allerdings eine gründliche Planung. Nützlich sind Apps und Karten wie A Better Route Planner.
Gezahlt wird der Strom wie in Deutschland via Ladekarte. Verbreitet ist die Multinetzwerk-Ladekarte von Chargemap, die an vielen Ladestationen in ganz Europa genutzt werden kann. In Frankreich wird zudem häufig mit der Freshmile-App gezahlt.
Prinzipiell finden Sie in Frankreich sowohl AC-Ladestationen (langsames/normales Laden) als auch DC-Ladestationen, die Schnellladen ermöglichen.
Günstig tanken und laden – 3 Tipps für den Frankreich-Roadtrip
Kraftstofftechnisch ist Frankreich kein günstiges Pflaster. Umso mehr lohnt es sich, während der Tour auf Preise zu achten und möglichst günstig zu tanken. Wir haben drei konkrete Spar-Tipps für Ihren anstehenden Roadtrip.
1.) Behalten Sie den Überblick und vergleichen Sie Preise
Auch in Frankreich unterscheiden sich die Kraftstoffpreise nicht nur tagesabhängig, sondern auch von Tankstelle zu Tankstelle. Wer im Vorfeld recherchiert, kann an der Zapfsäule einiges sparen. Gerade bei längeren Roadtrips kommt dabei einiges zusammen.
Tipp: Auf der Website Le prix des carbourants des französischen Wirtschaftsministeriums können Sie die aktuellen Kraftstoffpreise von Tankstellen in ganz Frankreich einsehen. Die interaktive Karte leistet auch bei Lieferantenstreiks gute Dienste. Letztere kommen in Frankreich immer mal wieder vor und sorgen dabei dafür, dass an vielen Tankstellen der Sprit knapp wird. Über die Website können Sie einsehen, wo noch welcher Kraftstoff verfügbar ist.
2.) Nutzen Sie das Angebot von Hypermarchés
Große Supermarktketten (z.B. Carrefour) – sogenannte Hypermarchés – betreiben in Frankreich oftmals eigene Tankstellen. Das Kalkül: Kunden können den Großeinkauf mit der Fahrt zur Tankstelle verbinden – und schauen insgesamt öfter im Supermarkt vorbei. Da Supermarkttankstellen damit nicht allein am Kraftstoff selbst verdienen, gibt es Benzin und Diesel hier häufig zu bedeutend günstigeren Preisen als an anderen Tankstellen. Die Hypermarchés befinden sich meist in den Randgebieten von Städten.
3.) Verbinden Sie das Laden Ihres E-Autos mit einem Einkauf
Auch E-Autofahrer können von dem Angebot von Supermärkten profitieren. Sowohl die großen Hypermarchés als auch kleinere Supermärkte bieten teilweise die Möglichkeit, das Auto günstig zu laden. Auf einigen Supermarkt-Parkplätzen können die Ladesäulen von Kunden sogar komplett kostenlos genutzt werden.
Egal, ob Verbrenner oder E-Auto – in Frankreich lohnt es sich, das Tanken oder Laden mit einem Einkauf zu verbinden.